PHISHING-SCHULUNG FÜR MITARBEITENDE

Kurs der hookfree Academy

Phishing & Social Engineering erkennen und richtig reagieren

Die Phishing-Schulung zeigt Mitarbeitenden, wie Phishing-Angriffe aufgebaut sind, welche psychologischen Mechanismen Angreifer nutzen und wie verdächtige Nachrichten mit einfachen Prüf-Routinen erkannt werden können.

Die Teilnehmenden lernen verschiedene Phishing-Arten kennen, prüfen Absender, Links und Domains und entwickeln einen klaren Entscheidungsweg für verdächtige Nachrichten. Außerdem vermittelt der Kurs ein strukturiertes Vorgehen für den Fall, dass bereits auf einen Link geklickt oder Daten eingegeben wurden.

Phishing-Schulung für Mitarbeitende zu Phishing und Social Engineering
Phishing nutzt technische Täuschung und psychologische Mechanismen – entscheidend ist eine verlässliche Prüfroutine im Arbeitsalltag.
Grundlagen

Was sind Phishing und Social Engineering?

Phishing zielt darauf ab, Menschen zu bestimmten Handlungen zu bewegen – etwa auf einen Link zu klicken, Zugangsdaten einzugeben oder eine Freigabe zu erteilen. Der technische Angriff wird dabei häufig durch psychologische Manipulation vorbereitet.

Phishing ist damit eine Form von Social Engineering: Angreifer manipulieren nicht nur Systeme, sondern nutzen menschliche Verhaltensmuster wie Vertrauen, Zeitdruck, Autorität, Neugier oder Hilfsbereitschaft.

Phishing

Die Nachricht soll eine Handlung auslösen

Angreifer versuchen beispielsweise, Klicks, Eingaben, Zahlungen oder Freigaben zu erreichen.

Die Nachricht wirkt häufig vertraut oder dringend.

Social Engineering

Psychologie statt ausschließlich Technik

Social Engineering nutzt menschliche Denk- und Verhaltensmuster gezielt aus, um Entscheidungen zu beeinflussen.

Deshalb trainiert der Kurs Routine statt Perfektion.

Angriffsarten

Diese Phishing-Arten lernen Mitarbeitende kennen

Phishing beschränkt sich längst nicht auf klassische E-Mails. Der Kurs zeigt verschiedene Kommunikationswege und Angriffsmethoden, über die Social Engineering stattfinden kann.

01

E-Mail-Phishing

Nachrichten mit vertraut wirkenden Themen wie Rechnungen, Paketinformationen oder Passwort-Resets.

02

Spear-Phishing

Gezielt auf Personen oder Abteilungen zugeschnittene Nachrichten mit bekannten Namen, Projekten oder Rollen.

03

Smishing

Phishing über SMS oder Messenger mit knappen und häufig dringenden Aufforderungen.

04

Vishing

Telefonische Täuschung, bei der sich Angreifer etwa als Bank, Support oder andere vertrauenswürdige Stelle ausgeben.

05

Quishing

Phishing über QR-Codes, die auf vorbereitete Webseiten oder Login-Seiten führen können.

06

CEO-Fraud / BEC

Nachgeahmte Geschäftsführung oder Geschäftspartner, häufig verbunden mit dringenden Zahlungs- oder Änderungsaufforderungen.

Lernziele

Das lernen Mitarbeitende in der Phishing-Schulung

Der Kurs vermittelt konkrete Prüf-Routinen statt abstrakter Warnungen. Teilnehmende lernen, verdächtige Situationen selbstständig einzuordnen und angemessen zu reagieren.

typische Phishing-Arten und Social-Engineering-Methoden erkennen

psychologische Hebel wie Zeitdruck, Autorität und Neugier einordnen

Absender und vollständige E-Mail-Adressen prüfen

Links, Domains und Zieladressen vor dem Öffnen kontrollieren

verdächtige Aufforderungen über einen zweiten Kanal verifizieren

nach einem versehentlichen Klick schnell und strukturiert reagieren

Social Engineering

Psychologische Tricks hinter Phishing-Angriffen

Angreifer versuchen gezielt, normale menschliche Reaktionen auszulösen. Wer diese Mechanismen kennt, kann im entscheidenden Moment bewusster reagieren.

01

Zeitdruck

Dringliche Fristen sollen dazu führen, dass gehandelt wird, bevor die Nachricht geprüft wurde.

02

Autorität

Scheinbare Anweisungen von Führungskräften oder offiziellen Stellen nutzen vertraute Hierarchien aus.

03

Knappheit & Belohnung

Begrenzte Angebote oder vermeintliche Vorteile erzeugen den Impuls, sofort zu reagieren.

04

Angst & Neugier

Sicherheitswarnungen oder ungewöhnliche Ereignisse können Sorge und den Wunsch nach schneller Klärung auslösen.

05

Hilfsbereitschaft

Plausible Bitten nutzen Verantwortungsgefühl und den Wunsch aus, Kolleginnen, Kollegen oder Kunden zu helfen.

Social Engineering nutzt menschliche Reaktionen gezielt aus.

Aufmerksamkeit entsteht deshalb nicht durch Misstrauen gegenüber jeder Nachricht, sondern durch bewusste Prüf-Routinen.

Prüfroutine

Der 10-Sekunden-Check für verdächtige Nachrichten

Der Kurs vermittelt fünf kurze Prüfschritte, mit denen Beschäftigte eine Nachricht systematisch einordnen können, bevor sie klicken, einen Anhang öffnen oder Daten eingeben.

  1. 1
    Kontext prüfen

    Habe ich diese Nachricht oder Aufforderung überhaupt erwartet?

  2. 2
    Absender prüfen

    Vollständige E-Mail-Adresse und Domain kontrollieren.

  3. 3
    Linkziel prüfen

    Zieladresse anzeigen lassen und den Domainkern betrachten.

  4. 4
    Ton & Druck prüfen

    Auf ungewöhnliche Dringlichkeit und vertrauliche Aufforderungen achten.

  5. 5
    Anhänge & Aufforderungen prüfen

    Unerwartete Dateien oder Login-Aufforderungen zuerst verifizieren.

Grundregel

Nicht öffnen – erst verifizieren.

Im Zweifel über einen offiziellen zweiten Kommunikationsweg nachfragen.
Links & Domains

Wie Mitarbeitende verdächtige Domains erkennen

Ein Schwerpunkt der Phishing-Schulung ist die Frage, wie Internetadressen und Absender-Domains gelesen werden. Der Kurs erklärt die Bestandteile einer URL und zeigt, welcher Bereich bei der Echtheitsprüfung entscheidend ist.

Protokoll

https://

HTTPS bedeutet, dass die Verbindung verschlüsselt ist. Daraus folgt jedoch nicht automatisch, dass die Webseite selbst vertrauenswürdig ist.

Subdomain

login.

Subdomains können vor dem eigentlichen Domainkern stehen und frei gewählt werden.

Entscheidend

unternehmen.de

Domainkern und Top-Level-Domain bilden den Bereich, auf den bei der Echtheitsprüfung besonders geachtet wird.

Pfad

/login

Alles nach dem ersten Slash bezeichnet eine Unterseite und sagt nicht aus, wem die Hauptdomain gehört.

Bei E-Mail-Adressen: Besonders auf die Domain hinter dem @-Zeichen achten.
Domainprüfung

Bekannte Namen können in einer falschen Domain auftauchen

Ein vertrauter Marken- oder Firmenname innerhalb einer Internetadresse bedeutet nicht automatisch, dass die Seite tatsächlich von dieser Organisation betrieben wird.

Täuschende Subdomain

Der bekannte Name steht an der falschen Stelle

Angreifer können bekannte Bezeichnungen als Subdomain verwenden. Entscheidend ist jedoch der eigentliche Domainkern direkt vor der Endung.

Nicht auf den bekanntesten Textteil verlassen.

Tippfehler-Domain

Kleine Abweichung, große Wirkung

Bereits ein ausgetauschter Buchstabe kann eine gefälschte Adresse einer echten Domain sehr ähnlich erscheinen lassen.

Vor einer Anmeldung oder Dateneingabe besonders genau prüfen.

Praxisbeispiel aus dem Kurs

Eine professionell wirkende Spear-Phishing-Mail

Situation

Im Kurs wird eine Nachricht gezeigt, die auf den ersten Blick professionell wirkt: Logo, persönliche Anrede, Vorteilsaufzählung und ein auffälliger Button.

Entscheidend ist nicht allein die Gestaltung der Nachricht, sondern das tatsächliche Ziel hinter dem Link.

Prüfroutine
  • Link nicht sofort anklicken
  • Zieladresse mit Mauszeiger oder langem Druck anzeigen
  • Domain mit dem erwarteten Absender vergleichen
  • bei Abweichungen nicht öffnen
  • verdächtige Nachricht an die zuständige Stelle melden
Notfallplan

Was tun, wenn bereits auf einen Phishing-Link geklickt wurde?

Auch bei guter Vorbereitung können Fehler passieren. Entscheidend ist, einen möglichen Vorfall schnell zu melden und anschließend nach dem vorgesehenen Ablauf der eigenen Organisation zu handeln.

  1. 1

    Vorfall sofort melden

    Informationssicherheitsbeauftragten, IT-Helpdesk oder die zuständige Stelle informieren und Zeit, Gerät sowie betroffene URL nennen.

  2. 2

    Gerät nicht weiter nutzen

    Das Gerät vom Netzwerk und gegebenenfalls vom WLAN trennen und keine eigenen weiteren Maßnahmen durchführen.

  3. 3

    Anweisungen der zuständigen Stelle befolgen

    Die zuständige Stelle prüft den Vorfall und legt die weiteren Schritte fest.

Früh melden statt abwarten.

Eine schnelle Meldung hilft dabei, einen möglichen Schaden frühzeitig zu begrenzen.

Kursabschluss

Wissen mit Zwischenfragen und Abschlusstest festigen

Die Bearbeitungszeit berücksichtigt neben den Lernvideos auch die vorgesehenen Zwischenfragen und den abschließenden Wissenstest. So können Teilnehmende zentrale Erkennungsmerkmale und Handlungsschritte direkt überprüfen.

ca. 28 Minuten
Häufige Fragen

Fragen zur Phishing-Schulung für Mitarbeitende

Die wichtigsten Inhalte und Handlungsempfehlungen des Kurses kompakt zusammengefasst.

Was lernen Mitarbeitende in der Phishing-Schulung?

Mitarbeitende lernen unterschiedliche Phishing-Arten, typische Social-Engineering-Mechanismen und konkrete Prüfroutinen kennen. Außerdem üben sie, Absender, Links und Domains zu kontrollieren und bei einem möglichen Vorfall richtig zu reagieren.

Welche Arten von Phishing behandelt der Kurs?

Der Kurs behandelt unter anderem E-Mail-Phishing, Spear-Phishing, Smishing, Vishing, Quishing und CEO-Fraud beziehungsweise Business Email Compromise.

Was ist Social Engineering?

Social Engineering bezeichnet die gezielte Beeinflussung von Menschen. Angreifer nutzen dabei beispielsweise Zeitdruck, Autorität, Neugier, Angst oder Hilfsbereitschaft, um eine gewünschte Handlung auszulösen.

Wie können Mitarbeitende einen verdächtigen Link prüfen?

Vor dem Anklicken kann am Computer der Mauszeiger über den Link bewegt oder auf einem Smartphone der Link länger gedrückt werden. Dadurch lässt sich die tatsächliche Zieladresse anzeigen und die Domain prüfen.

Woran lässt sich eine verdächtige Domain erkennen?

Wichtig ist vor allem der eigentliche Domainkern zusammen mit der Endung. Bekannte Namen können lediglich als Subdomain vorkommen oder durch kleine Schreibfehler nachgeahmt werden.

Was sollen Beschäftigte nach einem versehentlichen Phishing-Klick tun?

Der Vorfall sollte sofort an die zuständige Stelle gemeldet werden. Das betroffene Gerät soll anschließend nicht weiter genutzt und gegebenenfalls vom Netzwerk getrennt werden. Die weiteren Schritte erfolgen nach den Anweisungen der zuständigen IT- oder Sicherheitsstelle.

hookfree Academy

Phishing erkennen, bevor aus einer Nachricht ein Vorfall wird

Der Kurs „Phishing & Social Engineering“ ist Bestandteil der hookfree Academy. Lernen Sie die Academy kennen oder informieren Sie sich über die verfügbaren Preismodelle.