KI-SCHULUNG FÜR MITARBEITENDE

Kurs der hookfree Academy

KI-Kompetenz im Arbeitsalltag – sicher, kritisch und verantwortungsvoll

Die KI-Schulung vermittelt Mitarbeitenden grundlegende Kompetenzen für den sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit Künstlicher Intelligenz im beruflichen Umfeld. Sie erklärt, wie moderne KI-Systeme funktionieren, welche Chancen sie bieten und wo ihre Grenzen und Risiken liegen.

Die Teilnehmenden lernen unter anderem generative KI und Sprachmodelle einzuordnen, Halluzinationen und Bias zu verstehen, Datenschutz- und Sicherheitsrisiken zu erkennen, den AI Act einzuordnen und KI-Ergebnisse kritisch zu überprüfen. Abschließend zeigt der Kurs, wie strukturierte Prompts zu besseren und gezielteren Ergebnissen führen können.

KI-Schulung für Mitarbeitende zur KI-Kompetenz im Arbeitsalltag
Künstliche Intelligenz als Werkzeug verstehen – Chancen nutzen, Risiken erkennen und Verantwortung behalten.
Grundlagen

Was ist Künstliche Intelligenz?

Künstliche Intelligenz bezeichnet Computersysteme, die Aufgaben ausführen können, für die normalerweise menschliche Intelligenz erforderlich ist. Dazu gehören beispielsweise das Verstehen von Sprache, das Erkennen von Mustern, das Treffen von Entscheidungen oder das Erzeugen neuer Inhalte.

Im Unterschied zu klassischer Software arbeitet KI nicht ausschließlich nach fest programmierten Regeln. KI-Systeme analysieren große Datenmengen, erkennen darin Muster und leiten daraus Ergebnisse ab.

Klassische Software

Festgelegte Regeln

Bei einem Taschenrechner führen dieselben Eingaben nach fest definierten Rechenregeln immer zum gleichen Ergebnis.

Regeln und Ergebnisweg sind eindeutig festgelegt.

Künstliche Intelligenz

Muster und Wahrscheinlichkeiten

KI-Systeme analysieren Daten und erzeugen auf Grundlage gelernter Muster Ergebnisse, die variieren können.

Ergebnisse sind nicht immer eindeutig vorhersehbar.

Generative KI

Wie moderne Sprachmodelle Antworten erzeugen

Generative KI kann neue Inhalte erzeugen – beispielsweise Texte, Bilder, Audio oder Programmcode. Viele moderne Chat-Systeme basieren auf sogenannten Large Language Models, kurz LLMs.

Sprachmodelle wurden mit großen Mengen an Textdaten trainiert, um statistische Muster und Zusammenhänge in Sprache zu erkennen. Die Antwort entsteht dabei nicht durch menschliches Verstehen, sondern auf Grundlage von Wahrscheinlichkeiten.

1 Große Datenmengen

Das Modell wird mit umfangreichen Textdaten trainiert.

2 Muster erkennen

Während des Trainings werden statistische Zusammenhänge gelernt.

3 Antwort erzeugen

Das System berechnet schrittweise wahrscheinliche Fortsetzungen einer Eingabe.

Überzeugend formuliert bedeutet nicht automatisch richtig.

KI-Ausgaben können sprachlich plausibel wirken, obwohl einzelne Aussagen ungenau oder falsch sind.

Lernziele

Das lernen Mitarbeitende in der KI-Schulung

Ziel ist ein kompetenter, kritischer und verantwortungsvoller Umgang mit KI-Systemen im beruflichen Alltag.

Grundlagen und Funktionsweise moderner KI-Systeme verstehen

Möglichkeiten und Grenzen generativer KI einordnen

Halluzinationen, Bias und fehlerhafte Ergebnisse erkennen

Sicherheits- und Datenschutzrisiken bei KI-Nutzung berücksichtigen

den rechtlichen Rahmen und die Bedeutung von KI-Kompetenz einordnen

strukturierte Prompts für bessere Ergebnisse formulieren

Grenzen generativer KI

Warum KI-Ergebnisse kritisch geprüft werden müssen

Generative KI kann sehr leistungsfähig sein, besitzt aber kein menschliches Wissen, Bewusstsein oder eigenes Urteilsvermögen.

01

Veraltete Informationen

Trainingsdaten können älter sein. Aktuelle Informationen stehen nur zur Verfügung, wenn das jeweilige System entsprechend angebunden ist.

02

Bias

Vorurteile, kulturelle Perspektiven oder einseitige Darstellungen aus Trainingsdaten können sich in Antworten widerspiegeln.

03

Unterschiedliche Antworten

Identische oder sehr ähnliche Anfragen können unterschiedliche Ergebnisse liefern.

04

Halluzinationen

KI kann überzeugend formulierte Inhalte erzeugen, die inhaltlich falsch oder frei erfunden sind.

KI ersetzt kein menschliches Urteilsvermögen.

Ergebnisse sollten insbesondere vor Entscheidungen oder Veröffentlichungen überprüft werden.

Chancen

Wo KI den Arbeitsalltag unterstützen kann

Richtig eingesetzt kann KI Mitarbeitende bei verschiedenen Aufgaben unterstützen und Freiräume für komplexere Tätigkeiten schaffen.

01

Routineaufgaben

Textentwürfe erstellen, Informationen zusammenfassen oder Dokumente strukturieren.

02

Recherche unterstützen

Informationen aufbereiten und eine erste Orientierung für weitere fachliche Prüfung liefern.

03

Kommunikation erleichtern

Übersetzungen, Formulierungshilfen oder Anpassungen an unterschiedliche Zielgruppen unterstützen.

04

Kreative Prozesse

Ideen entwickeln, alternative Perspektiven aufzeigen oder Ausgangspunkte für eigene Arbeiten schaffen.

05

Arbeitsabläufe unterstützen

Monotone Tätigkeiten reduzieren und Ressourcen für komplexe Aufgaben freisetzen.

06

Barrierefreiheit

Spracherkennung, Text-zu-Sprache oder vereinfachte Darstellungen können Teilhabe unterstützen.

Entscheidender Grundsatz

KI ist ein Werkzeug – kein Ersatz für menschliche Verantwortung.

Bewertung und Entscheidung verbleiben beim Menschen beziehungsweise bei der verantwortlichen Organisation.
Informationssicherheit

Wie KI Cyberangriffe unterstützen kann

KI bietet nicht nur Vorteile für legitime Anwendungen. Auch Angreifer können die Technologie nutzen, um Angriffe überzeugender, personalisierter oder skalierbarer zu gestalten.

01

Phishing

KI kann sprachlich korrekte und individuell angepasste Phishing-Nachrichten erzeugen.

02

Social Engineering

Informationen über Zielpersonen können ausgewertet und für personalisierte Gesprächsstrategien genutzt werden.

03

Deepfakes

Stimmen, Bilder oder Videos können künstlich erzeugt oder manipuliert und für Betrug oder Identitätsmissbrauch genutzt werden.

04

Automatisierung

KI kann die Geschwindigkeit, Reichweite und Anpassungsfähigkeit von Cyberangriffen erhöhen.

Eigene KI-Nutzung

Auch innerhalb der Organisation entstehen neue Risiken

Sicherheitsrisiken entstehen nicht ausschließlich durch externe Angriffe. Auch die eigene unkontrollierte Nutzung von KI-Systemen kann Informationen und Prozesse gefährden.

Datenabfluss

Vertrauliche Inhalte in öffentlichen KI-Diensten

Werden interne Dokumente, personenbezogene Informationen oder Geschäftsgeheimnisse eingegeben, können diese technisch verarbeitet oder gespeichert werden.

Shadow AI

Nicht freigegebene KI-Anwendungen

Werden KI-Dienste ohne offizielle Freigabe genutzt, können Sicherheits-, Datenschutz- oder Compliance-Vorgaben unbeabsichtigt umgangen werden.

Fehlentscheidungen

Ungeprüfte KI-Ergebnisse

Fehlerhafte oder unvollständige Ergebnisse können problematisch werden, wenn Entscheidungen ungeprüft darauf aufgebaut werden.

Rechtlicher Rahmen

AI Act und KI-Kompetenz

Der AI Act schafft einen europäischen Rechtsrahmen für den Einsatz Künstlicher Intelligenz und verfolgt dabei einen risikobasierten Ansatz.

01

Geringes Risiko

Alltägliche Anwendungen können mit vergleichsweise geringen Risiken verbunden sein.

02

Begrenztes Risiko

Für bestimmte Anwendungen bestehen Transparenzanforderungen, beispielsweise wenn Nutzer erkennen sollen, dass sie mit KI interagieren.

03

Hochrisiko-Systeme

Systeme mit erheblichen Auswirkungen auf Sicherheit, Gesundheit oder grundlegende Rechte unterliegen strengeren Anforderungen.

04

Unzulässige Anwendungen

Bestimmte KI-Praktiken sind aufgrund ihrer Risiken innerhalb der Europäischen Union untersagt.

Artikel 4 – KI-Kompetenz

Organisationen müssen Maßnahmen zur Entwicklung von KI-Kompetenz unterstützen

Anbieter und Betreiber von KI-Systemen müssen Maßnahmen ergreifen, um die Entwicklung der KI-Kompetenz ihres Personals und anderer Personen zu unterstützen, die in ihrem Auftrag mit dem Betrieb und der Nutzung von KI-Systemen befasst sind. Dabei sind unter anderem Wissen, Erfahrung, Ausbildung, Schulung und der konkrete Einsatzkontext zu berücksichtigen.

Die aktuelle Regelung verlangt dabei nicht, für jede einzelne Person ein bestimmtes Kompetenzniveau zu garantieren.

Offizielle Rechtsquelle

Die aktuell geänderte Fassung von Artikel 4 zur KI-Kompetenz ergibt sich aus der Verordnung (EU) 2026/1744.

Verordnung auf EUR-Lex ansehen →
Datenschutz

Welche Informationen nicht in öffentliche KI-Dienste gehören

Öffentlich zugängliche KI-Dienste können eingegebene Inhalte technisch verarbeiten, analysieren oder zeitweise speichern. Deshalb ist besonders sorgfältig zu prüfen, welche Informationen überhaupt eingegeben werden dürfen.

personenbezogene Daten

vertrauliche Kundendaten

interne Strategien

Geschäftsgeheimnisse

interne Dokumente

weitere schützenswerte Informationen

Sicherer KI-Einsatz

Drei Grundregeln für den Arbeitsalltag

Der Kurs reduziert einen verantwortungsvollen Umgang mit KI auf drei zentrale Regeln, die sich einfach auf den Arbeitsalltag übertragen lassen.

01

Keine sensiblen Daten eingeben

Wenn eine Information schützenswert ist, sollte sie nicht in einen öffentlichen KI-Dienst eingegeben werden.

02

Nur freigegebene Tools nutzen

Ausschließlich KI-Systeme verwenden, die von der eigenen Organisation geprüft und freigegeben wurden.

03

Ergebnisse kritisch prüfen

Inhalte mit verlässlichen Quellen abgleichen und KI-Ausgaben nicht ungeprüft übernehmen.

Ziel ist nicht, KI zu vermeiden.

Ziel ist ein bewusster, sicherer und reflektierter Einsatz.

Prompting

Wie klare Prompts zu besseren KI-Ergebnissen führen

Ein Prompt ist die Eingabe, mit der einer KI mitgeteilt wird, was sie tun soll. Fehlen wichtige Informationen, muss das System Annahmen treffen.

Ein strukturierter Prompt reduziert Interpretationsspielraum und gibt der KI klare Leitplanken.

  1. 1
    Rolle

    Aus welcher Perspektive soll die KI antworten?

  2. 2
    Problem

    Welche konkrete Herausforderung soll bearbeitet werden?

  3. 3
    Kontext

    Welche Hintergrundinformationen und Rahmenbedingungen sind relevant?

  4. 4
    Konkrete Frage

    Was genau soll die KI beantworten oder erstellen?

  5. 5
    Ergebnisformat

    Soll die Antwort beispielsweise als E-Mail, Stichpunkte oder Anleitung ausgegeben werden?

Unklarer Prompt

„Erstelle mir eine E-Mail zur Terminvereinbarung.“

Zielgruppe, Kontext, gewünschte Länge, Tonalität und konkretes Ziel bleiben offen.

Strukturierter Prompt

Mehr Kontext, weniger Interpretationsspielraum

Rolle, Problem, Kontext, Frage und gewünschtes Ergebnisformat geben der KI klare Leitplanken.

Prompting-Grundsatz

Je klarer der Prompt, desto weniger muss die KI raten.

Struktur verbessert die Qualität der Ergebnisse, ersetzt aber nicht die anschließende Prüfung.
Zusammenfassung

Die wichtigsten Regeln der KI-Schulung

1

KI arbeitet mit Daten, Mustern und Wahrscheinlichkeiten.

2

KI-Ergebnisse können falsch, veraltet oder verzerrt sein.

3

Menschliche Prüfung und Verantwortung bleiben unverzichtbar.

4

Schützenswerte Informationen gehören nicht in öffentliche KI-Dienste.

5

Nur freigegebene KI-Tools der eigenen Organisation verwenden.

6

Strukturierte Prompts verbessern die Qualität und Zielgenauigkeit.

Kursabschluss

Wissen mit Zwischenfragen und Abschlusstest festigen

Die angegebene Bearbeitungszeit berücksichtigt neben den sechs Lernvideos auch die vorgesehenen Zwischenfragen und den abschließenden Wissenstest.

ca. 32 Minuten
Häufige Fragen

Häufige Fragen zur KI-Schulung

Die wichtigsten Kursinhalte zu KI-Kompetenz, AI Act, Datenschutz, Sicherheit und Prompting kompakt zusammengefasst.

Was lernen Mitarbeitende in der KI-Schulung?

Mitarbeitende lernen die Grundlagen moderner KI-Systeme, Chancen und Grenzen generativer KI, Sicherheits- und Datenschutzrisiken sowie den rechtlichen Rahmen kennen. Außerdem vermittelt der Kurs konkrete Regeln für den sicheren KI-Einsatz und Grundlagen des strukturierten Promptings.

Was sind Halluzinationen bei Künstlicher Intelligenz?

Als Halluzinationen werden Inhalte bezeichnet, die von einem KI-System überzeugend formuliert werden, obwohl sie inhaltlich falsch oder erfunden sein können. Deshalb sollten relevante Ergebnisse überprüft werden.

Welche Chancen bietet KI im Arbeitsalltag?

KI kann beispielsweise bei Textentwürfen, Zusammenfassungen, Strukturierung, Recherche, Übersetzungen, kreativen Prozessen und der barriereärmeren Aufbereitung von Informationen unterstützen.

Welche Risiken entstehen durch KI für die Informationssicherheit?

KI kann Angreifer bei Phishing, Social Engineering, Deepfakes und der Automatisierung von Angriffen unterstützen. Innerhalb einer Organisation können zusätzlich Datenabfluss, Shadow AI und ungeprüfte KI-Ergebnisse Risiken verursachen.

Was regelt Artikel 4 des AI Act zur KI-Kompetenz?

Anbieter und Betreiber von KI-Systemen müssen Maßnahmen ergreifen, um die Entwicklung der KI-Kompetenz ihres Personals und weiterer Personen zu unterstützen, die in ihrem Auftrag mit KI-Systemen arbeiten. Dabei sind unter anderem Kenntnisse, Erfahrung, Ausbildung, Schulung und der Einsatzkontext zu berücksichtigen.

Welche Daten sollten nicht in öffentliche KI-Dienste eingegeben werden?

Der Kurs nennt insbesondere personenbezogene Daten, vertrauliche Kundendaten, interne Strategien, Geschäftsgeheimnisse und andere schützenswerte Informationen. Im Arbeitsalltag sollten ausschließlich die von der Organisation freigegebenen KI-Systeme genutzt werden.

Was macht einen guten Prompt aus?

Der Kurs empfiehlt fünf Bestandteile: Rolle, konkretes Problem, relevanten Kontext, eine eindeutige Frage und das gewünschte Ergebnisformat. Dadurch erhält die KI klarere Leitplanken.

hookfree Academy

KI-Kompetenz für einen sicheren und reflektierten Arbeitsalltag

Die KI-Schulung „KI-Kompetenz im Arbeitsalltag“ ist Bestandteil der hookfree Academy. Lernen Sie die Academy kennen oder informieren Sie sich über die verfügbaren Preismodelle.