RANSOMWARE-SCHULUNG FÜR MITARBEITENDE
Ransomware und Schadsoftware verstehen und richtig reagieren
Die Ransomware-Schulung zeigt Mitarbeitenden, was Malware und Ransomware sind, wie sich Schadsoftware verbreiten kann und an welchen typischen Alarmzeichen eine mögliche Infektion erkennbar wird.
Die Teilnehmenden lernen verschiedene Arten von Schadsoftware kennen – vom Virus über Würmer und Trojaner bis zu Spyware und Ransomware. Außerdem vermittelt der Kurs fünf zentrale Schutzmaßnahmen und einen klaren Ablauf für den Ernstfall, wenn ein Gerät möglicherweise bereits kompromittiert wurde.
Was ist Malware?
Malware ist die Abkürzung für „Malicious Software“ und damit der Oberbegriff für bösartige Software beziehungsweise Schadsoftware. Dazu gehören Programme, Skripte oder andere Codes, die auf digitalen Geräten unerwünschte und schädliche Aktionen ausführen.
Schadsoftware arbeitet häufig unbemerkt im Hintergrund. Ziel kann es sein, Kontrolle über ein System zu erlangen, Informationen abzugreifen oder den Betrieb eines Systems zu beeinträchtigen.
Daten stehlen
Schadsoftware kann beispielsweise Passwörter, Bankinformationen oder interne Dokumente auslesen.
Systeme lahmlegen
Angriffe können dazu führen, dass Geräte oder Unternehmenssysteme nicht mehr normal genutzt werden können.
Geld erpressen
Ransomware verschlüsselt Dateien und verbindet den Angriff anschließend mit einer Lösegeldforderung.
Malware ist mehr als nur ein Computervirus
Der Begriff „Virus“ wird umgangssprachlich häufig für nahezu jede digitale Bedrohung verwendet. Technisch ist ein Virus jedoch nur eine bestimmte Art von Malware.
Malware ist der Oberbegriff.
Viren, Würmer, Trojaner, Ransomware, Spyware und weitere Schadprogramme gehören zu unterschiedlichen Malware-Arten.Wie Schadsoftware auf Geräte gelangt
Angreifer versuchen häufig, Menschen dazu zu bringen, eine schädliche Datei selbst zu öffnen, einen gefährlichen Link aufzurufen oder manipulierte Software herunterzuladen.
E-Mail-Anhänge und Links
Gefälschte oder unseriöse Nachrichten können dazu dienen, einen schädlichen Anhang zu öffnen oder einen manipulierten Link aufzurufen.
Infizierte Webseiten
Auch manipulierte Webseiten können als Verbreitungsweg für Schadsoftware dienen.
Gefälschte Downloads
Ein vermeintliches Programm oder Update kann in Wahrheit einen Trojaner oder andere Schadsoftware enthalten.
Das lernen Mitarbeitende in der Ransomware-Schulung
Die Teilnehmenden lernen, unterschiedliche Schadsoftware einzuordnen, mögliche Infektionen frühzeitig zu erkennen und im Arbeitsalltag einfache Schutzmaßnahmen umzusetzen.
Malware und Ransomware voneinander beziehungsweise von anderen Schadsoftware-Arten unterscheiden
typische Einfallswege für Schadsoftware erkennen
Alarmzeichen einer möglichen Infektion einordnen
Software, E-Mails, Downloads und Sicherheitstools bewusst behandeln
die Bedeutung aktueller Datensicherungen verstehen
bei einem möglichen Schadsoftware-Vorfall schnell und strukturiert reagieren
Diese Malware-Typen behandelt der Kurs
Die technischen Details sind für den Arbeitsalltag weniger entscheidend als das Verständnis dafür, dass unterschiedliche Schadprogramme auf unterschiedliche Weise arbeiten.
Virus
Ein Virus hängt sich an Dateien oder Programme und wird aktiv, wenn eine infizierte Datei ausgeführt wird.
Wurm
Ein Wurm kann Sicherheitslücken nutzen und sich selbstständig über Netzwerke weiterverbreiten.
Trojaner
Ein Trojaner tarnt sich als nützliches oder harmloses Programm, enthält jedoch eine versteckte schädliche Funktion.
Ransomware
Ransomware verschlüsselt Dateien, sodass diese nicht mehr zugänglich sind, und fordert anschließend Lösegeld.
Spyware & Keylogger
Spyware sammelt heimlich Informationen. Keylogger können Tastatureingaben und damit beispielsweise Passwörter, PINs oder vertrauliche Nachrichten erfassen.
Adware
Adware blendet unerwünschte Werbung ein, kann Systeme verlangsamen und im Kurs als mögliches Einfallstor für weitere Schadsoftware eingeordnet werden.
Wenn Dateien verschlüsselt und Lösegeld gefordert wird
Ransomware kann wichtige Dateien, Dokumente und andere Informationen verschlüsseln. Beschäftigte können anschließend nicht mehr darauf zugreifen und erhalten eine Forderung, Geld für eine mögliche Freigabe zu zahlen.
Beispielsweise über Anhänge, Links oder manipulierte Downloads.
Auf wichtige Informationen kann nicht mehr normal zugegriffen werden.
Die Angreifer versprechen eine mögliche Wiederfreigabe gegen Bezahlung.
Der Kurs vermittelt deshalb ausdrücklich: Lösegeld nicht selbst bezahlen und den Vorfall an die zuständige Stelle übergeben.
Typische Alarmzeichen für Schadsoftware
Nicht jede Infektion ist sofort eindeutig erkennbar. Auffällige Veränderungen am Gerät oder an Benutzerkonten können jedoch ein Hinweis darauf sein, dass etwas nicht stimmt.
Gerät wird ungewöhnlich langsam
Programme starten verzögert oder der Rechner arbeitet auffällig stark, obwohl nur einfache Aufgaben ausgeführt werden.
Ungewöhnliches Systemverhalten
Pop-ups erscheinen, Browser-Einstellungen verändern sich oder unbekannte Programme und Symbole tauchen auf.
Unerklärliche Nachrichten
Kolleginnen, Kollegen oder Geschäftspartner erhalten plötzlich Nachrichten, die vom eigenen Konto stammen, aber nicht selbst versendet wurden.
Lösegeldforderung
Der Bildschirm ist gesperrt oder eine Nachricht fordert Geld für die Wiederfreigabe verschlüsselter Dateien.
Verdächtige Anzeichen sollten umgehend der zuständigen IT- oder Sicherheitsstelle gemeldet werden.
Fünf Schutzmaßnahmen gegen Ransomware und Schadsoftware
Der Kurs konzentriert sich auf fünf grundlegende Maßnahmen, die das Risiko einer Malware-Infektion reduzieren können.
-
1
Software aktuell halten
Updates schließen bekannte Sicherheitslücken in Betriebssystemen und Anwendungen.
-
2
E-Mails und Links kritisch prüfen
Bei ungewöhnlichen Nachrichten, Anhängen oder dringenden Aufforderungen nicht vorschnell klicken.
-
3
Vertrauenswürdige Downloads nutzen
Programme und Apps nur aus offiziellen beziehungsweise bekannten Quellen beziehen.
-
4
Datensicherung beachten
Aktuelle Backups ermöglichen die Wiederherstellung wichtiger Informationen, wenn Dateien verschlüsselt wurden.
-
5
Sicherheitstools aktiviert lassen
Antiviren-Software und Firewall nicht selbst deaktivieren und Warnungen an die IT melden.
Backups sind ein zentraler Schutz gegen die Folgen von Ransomware
Werden wichtige Dateien regelmäßig gesichert, können verschlüsselte Informationen aus einer vorhandenen Datensicherung wiederhergestellt werden.
Der Kurs hebt Backups deshalb als besonders wichtige Maßnahme hervor. Sie verhindern zwar nicht automatisch eine Infektion, können aber entscheidend für die Wiederherstellung betroffener Daten sein.
Was tun bei Verdacht auf Ransomware oder Schadsoftware?
Wird eines der Alarmzeichen bemerkt oder erscheint sogar eine Lösegeldforderung, gilt zunächst: Ruhe bewahren und keine unüberlegten eigenen Maßnahmen durchführen.
-
1
Gerät vom Netzwerk trennen
Netzwerkkabel ziehen sowie WLAN und Bluetooth deaktivieren, um eine mögliche weitere Ausbreitung zu begrenzen.
-
2
Gerät nicht ausschalten
Das betroffene Gerät eingeschaltet lassen, solange keine andere Anweisung erfolgt, damit relevante Informationen für eine spätere Analyse erhalten bleiben können.
-
3
IT sofort informieren
IT-Abteilung oder die für IT-Sicherheit zuständige Stelle unverzüglich über den Vorfall informieren.
-
4
Vorfall genau beschreiben
Mitteilen, was passiert ist, wann der Vorfall auftrat und welche Geräte oder Konten möglicherweise betroffen sind.
Welche Informationen der IT im Ernstfall helfen
Je genauer ein Vorfall beschrieben wird, desto besser kann die zuständige Stelle die Situation einschätzen.
Was ist passiert?
Beispielsweise: verdächtigen Anhang geöffnet, Link angeklickt oder ungewöhnliche Meldung gesehen.
Wann ist es passiert?
Zeitpunkt oder Zeitraum des auffälligen Ereignisses möglichst genau angeben.
Was könnte betroffen sein?
Betroffene Geräte oder Konten nennen, sofern dies bereits eingeschätzt werden kann.
Die zuständige Stelle sollte den Fall prüfen und entscheidet, welche Informationen für die Analyse benötigt werden.
Kein Lösegeld selbst bezahlen
Es gibt keine Garantie dafür, dass verschlüsselte Daten nach einer Zahlung tatsächlich wieder freigegeben werden.
Den Vorfall vollständig an die zuständigen Fachstellen übergeben.
IT unterstützen und Anweisungen abwarten
Das betroffene Gerät isoliert lassen, erreichbar bleiben und die weiteren Schritte der IT beziehungsweise der zuständigen Sicherheitsstelle befolgen.
Nicht selbst experimentieren oder weitere Maßnahmen ausprobieren.
Die wichtigsten Regeln der Ransomware-Schulung
Malware ist der Oberbegriff für unterschiedliche Arten schädlicher Software.
Auffällige Veränderungen am Gerät können ein Warnsignal für eine Infektion sein.
Updates, kritischer Umgang mit E-Mails und sichere Downloads reduzieren das Risiko.
Datensicherungen sind für die Wiederherstellung nach Ransomware besonders wichtig.
Bei Verdacht das Gerät isolieren und sofort die zuständige Stelle informieren.
Kein Lösegeld zahlen und keine eigenständigen Maßnahmen am betroffenen System durchführen.
Wissen mit Zwischenfragen und Abschlusstest festigen
Die angegebene Bearbeitungszeit berücksichtigt neben den Lernvideos auch die vorgesehenen Zwischenfragen und den abschließenden Wissenstest.
Häufige Fragen zur Ransomware-Schulung
Die wichtigsten Inhalte zu Malware, Ransomware, Schutzmaßnahmen und dem Verhalten im Ernstfall kompakt erklärt.
Was lernen Mitarbeitende in der Ransomware-Schulung?
Mitarbeitende lernen verschiedene Arten von Schadsoftware kennen, erkennen typische Alarmzeichen einer möglichen Infektion und erfahren, mit welchen Maßnahmen sie das Risiko im Arbeitsalltag reduzieren können. Außerdem vermittelt der Kurs einen klaren Ablauf für den Ernstfall.
Was ist der Unterschied zwischen Malware und Ransomware?
Malware ist der Oberbegriff für bösartige Software. Ransomware ist eine bestimmte Form von Malware, die Dateien verschlüsselt und anschließend eine Lösegeldforderung stellt.
Welche Arten von Schadsoftware behandelt der Kurs?
Behandelt werden Viren, Würmer, Trojaner, Ransomware, Spyware beziehungsweise Keylogger und Adware.
Woran kann eine Malware-Infektion erkannt werden?
Mögliche Warnzeichen sind ein plötzlich sehr langsames Gerät, unbekannte Programme oder Pop-ups, unerklärlich versendete Nachrichten oder eine sichtbare Lösegeldforderung.
Wie können sich Mitarbeitende vor Ransomware schützen?
Der Kurs nennt fünf zentrale Maßnahmen: Software aktuell halten, E-Mails und Links kritisch prüfen, Downloads nur aus vertrauenswürdigen Quellen beziehen, Datensicherungen beachten und vorhandene Sicherheitstools aktiviert lassen.
Was ist bei einem Ransomware-Verdacht zu tun?
Das betroffene Gerät sollte sofort vom Netzwerk getrennt, aber nicht ausgeschaltet werden. Anschließend muss die zuständige IT- oder Sicherheitsstelle unverzüglich informiert und der Vorfall möglichst genau beschrieben werden.
Sollte bei einem Ransomware-Angriff Lösegeld gezahlt werden?
Der Kurs vermittelt ausdrücklich, kein Lösegeld selbst zu zahlen. Eine Zahlung garantiert nicht, dass verschlüsselte Daten wiederhergestellt werden. Die weitere Bearbeitung soll durch die zuständigen Fachstellen erfolgen.
Ransomware verstehen, Risiken erkennen und im Ernstfall richtig handeln
Die Ransomware-Schulung „Ransomware & Schadsoftware verstehen“ ist Bestandteil der hookfree Academy. Lernen Sie die Academy kennen oder informieren Sie sich über die verfügbaren Preismodelle.
